Was ist Glasfaser überhaupt?

Glasfaser, auch Lichtwellenleiter (LWL) genannt, ist der derzeit modernste und schnellste Standard zur Übertragung von Internetdaten und Signalen. Im Gegensatz zu den bisher verlegten Kupfer-/ Telefonleitungen wird bei dem Glasfasernetz das Signal mittels Lichtwellen übertragen. Diese Lichtwellen können im Vergleich zu den Kupferleitungen aufgrund physikalischer Faktoren wesentlich mehr Daten in viel kürzerer Zeit übertragen. Derzeit verfügen rund 10% der deutschen Haushalte über einen Glasfaserhausanschluss. Tendenz aufgrund der digitalen Agenda der Bundesregierung und der globalen digitalen Transformation stark steigend.
im Landkreis Lörrach wird ein komplett neues Glasfasernetz gebaut, welches in den kommenden Jahren das bisherige, alte Kupfer-Telefonnetz und andere Strukturen zur Nutzung von Internetbasierten Diensten ablösen wird. Somit entsteht schon heute ein zukunftsfähiges Parallelnetz um den Anforderungen der Nutzer gerecht werden zu können.

Breitbandnetz, Kupfernetz, etc.

Hier möchten wir die unterschiedlichen Arten aufführen, über die das Internet und das Telefon zu Ihnen nach Hause kommen:

glasfaser

Bisher bekommen die meisten das Internet noch über die bestehenden Telefonleitungen der
Telekom. Diese bestehen aus Kupfer und sind in den meisten Fällen noch zweiadrig. Die Leitungen sind viele Jahrzehnte alt und wurden damals zum Telefonieren verlegt.

Über diese Leitungen sind maximal bis zu 16 Mbit/s an Übertragungsgeschwindigkeit (aDSL-Standard) möglich. Die Geschwindigkeit wird dadurch begrenzt, dass Kupfer eine dämpfende Eigenschaft hat. Durch den Widerstand geht bei den reinen Kupferleitungen Leistung über eine längere Strecke verloren. So kommt es, dass weiter vom Verteilerkasten entfernte Anwohner nur noch ein Bruchteil von dem empfangen, was die Leitung anfangs noch liefern konnte. Des Weiteren hängt die Geschwindigkeit von der Anzahl an Nutzern ab, die das Netz gleichzeitig nutzen. Umso mehr Nutzer, umso weniger Leistung kann jeder einzelne beziehen.

Um die Geschwindigkeit über die bereits vorhandenen Kupferkabel zu erhöhen wurde die
Vectoring-Technik (vDSL-, xDSL-Standard) entwickelt. Hierbei wird der Verteilerkasten am Straßenrand von extern mit einem Glasfaserkabel versorgt. Über die Glasfaser kommen wesentlich höhere Geschwindigkeiten an. Die bisherige Kupferleitung von der Vermittlungsstelle bis zum Verteiler wird somit überbrückt. Nach dem Verteilerkasten werden allerdings weiterhin die bestehenden alten Kupferkabel bis ins Haus genutzt. Widerstand und Nutzeranzahl haben also weiterhin einen Einfluss auf die ankommende Geschwindigkeit.

Im Landkreis Lörrach wird ein GPON-Netz gebaut. Das ist passives Glasfasernetzwerk. In diesem Netzwerk verwendet der Netzbetreiber einfache, passive Komponenten wie Splitter. Die Kabel mehrerer Haushalte werden über diese passiven Splitter zusammengeführt und teilen sich dann dieselbe Leitung zum Netzbetreiber: „Point-to-Multipoint“. Das führt dazu, dass alle an einer Leitung hängen. Damit gehört das passive Glasfasernetzwerk, wie etwa auch das Kabelnetz, zu einer Shared-Medium-Technologie – wohlgemerkt mit mehrfacher Gigabit-Bandbreite. Bei Bedarf werden zukünftig zusätzliche Glasfasern aktiviert und somit Kapazitätsengpässe vermieden.

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